EINE MUSIKALISCHE AUTOBIOGRAFIE

EIN LEBEN
MIT MUSIK.

Disco, Funk, Hip-Hop und House. Bandmaschinen, MPCs und DAWs. Fünf Jahrzehnte Liebe zur Musik, zur Tanzfläche und zur Bewegung.

Geboren in den Sechzigern, aufgewachsen mit dem Sound der Siebziger, heute über sechzig und noch immer auf der Tanzfläche. Hinter allen Künstlern dieses Labels steht ein Creator: ein Musikliebhaber, ein Tausendsassa zwischen Disco, Funk, Hip-Hop und House. Der Name ist weniger wichtig als der Groove.

ZUR REISE SOUNDCLOUD
1970er → HEUTE
DISCO · FUNK · HOUSE · HIP-HOP · NEUE TECHNIK

GRÜNDER / KÜNSTLERISCHE LEITUNG

Der Creator

Produzent · Kurator · Der Kopf hinter allen Künstlern

Die Musik hat mich gefunden, bevor ich wusste, was ein Groove ist. Ende der Siebziger: Saturday Night Fever, die Falsettstimmen der Bee Gees, Stayin’ Alive. Earth, Wind & Fire, Kool & the Gang, Stevie Wonder, Chic mit Nile Rodgers’ unverwechselbarer Gitarre und Chaka Khan, die mit I’m Every Woman eine ganze Generation auf die Tanzfläche holte und mit Ain’t Nobody einen Song für die Ewigkeit schuf. Ich habe damals nicht verstanden, was mit mir geschah. Ich weiß nur, dass sich etwas in mir zu bewegen begann. Es hat nie wieder aufgehört.

Dann kam der Funk. P-Funk, James Brown, The Temptations. Michael Jackson, der die Tanzfläche zur Bühne der Welt machte, und vor allem Prince, dieser unvergleichliche Grenzgänger zwischen Funk, Rock und Soul. Basslines, die nicht im Ohr landen, sondern in der Brust. Wer einmal gespürt hat, wie der Oberkörper ganz von selbst auf die Eins geht, weiß, wovon ich spreche. In diesem Moment entsteht eine Verbindung zwischen Mensch und Musik, die niemand erklären muss.

Anfang der Achtziger erreichte der Hip-Hop Deutschland, mit Kurtis Blow im Ohr und den ersten B-Boys auf Linoleum und Pappe. Ich war mittendrin. Dieser Kultur bin ich treu geblieben: Dutzende Male stand ich im Publikum, beim Notorious IBE in Heerlen, beim Battle of the Year, beim Red Bull BC One. Nie als Teilnehmer. Immer als einer, der weiß, was er da sieht.

Zur selben Zeit schrieb New York Clubgeschichte. Larry Levan in der Paradise Garage. Frankie Knuckles, der dieses Wissen nach Chicago trug, ins Warehouse, das der House Music ihren Namen gab. Von dort führt eine gerade Linie zum Ministry of Sound in London, zu Defected und zu Glitterbox. Bis heute stehe ich auf diesen Tanzflächen, beim ADE in Amsterdam, beim Reeperbahn Festival in Hamburg. Und bis heute geht der Oberkörper mit.

Die Neunziger gehörten den großen Stimmen. R&B wurde elegant, warm und unwiderstehlich, getragen von Produzenten, die ein ganzes Jahrzehnt formten: L.A. Reid und Babyface, Jimmy Jam und Terry Lewis. So hatte jede Dekade ihre eigenen Höhepunkte und ihre eigene Richtung. Ich habe sie alle mitgenommen.

Ich habe Musik nie nur gehört. Ich wollte verstehen, wie sie entsteht. Bandmaschinen und große Mischpulte, als ein Schnitt noch mit der Klinge im Schneideblock gesetzt und das Band von Hand geklebt wurde. Dann die Digitalisierung: die ersten MPCs und Beatmaking-Maschinen, Native Instruments, Cubase, Logic Pro, Ableton Live. Jede neue Generation von Werkzeugen hat mein Handwerk erweitert. Keine hat es ersetzt.

Heute bin ich über sechzig und gehe mit der Zeit, wie ich es immer getan habe. Beruflich komme ich aus E-Commerce und Social Media, Technik war für mich nie ein Gegner, sondern ein Instrument. Wir arbeiten immer auf dem aktuellen Stand der Technik und nutzen die Werkzeuge, die uns das Leben in die Hand gibt. Es war nie ein Entweder-oder. Es ist immer ein Sowohl-als-auch.

In jedem Künstler dieses Labels steckt ein Stück von mir. Nicht alles ist genau so passiert, wie es erzählt wird. Aber es ist so, wie ich die Welt sehe. Wer einmal auf einer Tanzfläche die Augen geschlossen hat, wird es wiedererkennen.

Dieses Label ist kein Geschäftsmodell und keine Bewerbung für eine Weltkarriere. Es ist der Versuch, ein Leben in Musik zu gießen: meine Sicht auf die Dinge, meinen Geschmack, die vielen Facetten der Musik, die ich liebe. Vielleicht gibt es irgendwo da draußen ein paar Menschen, die ähnlich fühlen. Die bei dem einen oder anderen Song spüren, was gemeint ist, ohne dass es jemand erklären muss. Wenn daraus eine kleine musikalische Gemeinschaft wächst, ist alles erreicht, was ich mir wünsche.

Irgendwann, zwischen Smartphone, Second Screen und den stillen Jahren der Pandemie, haben viele Menschen vergessen, was auf einer Tanzfläche passiert. Dass man dort nicht filmt, sondern fühlt. Dass Fremde für ein paar Minuten zu einer Einheit werden, nur weil derselbe Bass durch alle hindurchgeht. Diese Erfahrung zurückzubringen, ist einer meiner größten Wünsche.

Am Ende bleibt eine Frage: Was ist eigentlich Glück? Glück hat viele Gesichter, und die meisten davon gehören nicht auf diese Seite. Hier geht es um eine einzige Facette: das Glück, das Musik schenkt. Für mich ist es der Moment, in dem der Groove einsetzt und die Gedanken leiser werden. Wenn der Körper sich bewegt, bevor der Kopf entscheidet. Wenn ein Fremder neben dir dasselbe fühlt, ohne ein Wort zu sagen. Diesen Moment festzuhalten und weiterzugeben, das ist die ganze Absicht.

Das LinkedIn-Profil wird hier verlinkt, sobald es bestätigt ist.

DIE MUSIKALISCHE LEBENSGESCHICHTE

FÜNF JAHRZEHNTE.
EIN SOUNDTRACK.

Mehr als eine Liste von Einflüssen: die Platten, Clubkulturen, Techniken und Sounds, die ein musikalisches Leben begleitet haben und sich jetzt in den kreativen Welten des Labels spiegeln.

1970er01

DER ERSTE FUNKE

DISCO WAR DIE TÜR.

Saturday Night Fever, die Bee Gees, Earth, Wind & Fire, Kool & the Gang, Stevie Wonder, Chic und Chaka Khan mit I’m Every Woman und Ain’t Nobody. Dazu der Mythos New Yorker Nächte, vom Studio 54 bis zur Paradise Garage. Die erste Liebe: die Tanzfläche.

1980er02

AUF DIE EINS

FUNK GEHT IN DIE BRUST.

P-Funk, James Brown, The Temptations, Michael Jackson und vor allem Prince. Basslines, die man nicht hört, sondern spürt. Wenn der Oberkörper von selbst mitgeht, entsteht Verbundenheit.

FRÜHE 1980er03

DIE GEBURT DER B-BOYS

HIP-HOP KAM NACH DEUTSCHLAND.

Kurtis Blow im Ohr, die ersten B-Boys auf Linoleum und Pappe. Mittendrin statt nur dabei: die Wurzeln von B.Awesome.

BIS HEUTE04

DER CIRCLE

EINER, DER WEISS, WAS ER SIEHT.

Dutzende Male im Publikum: beim Notorious IBE in Heerlen, beim Battle of the Year, beim Red Bull BC One. Nie als Teilnehmer, immer mit ganzem Herzen.

1980er / 90er05

DIE CLUB-REVOLUTION

VON DER GARAGE INS WAREHOUSE.

Larry Levan, Frankie Knuckles und das Warehouse in Chicago, wo House Music ihren Namen bekam. Dann Ministry of Sound, Defected und Glitterbox: die Linie, die zu Theo Nostos führt.

1990er06

DIE GROSSEN STIMMEN

R&B MIT SEELE UND GLANZ.

Das Jahrzehnt der großen Stimmen, geformt von Produzenten wie L.A. Reid und Babyface, Jimmy Jam und Terry Lewis. Jede Dekade hatte ihre Höhepunkte, jede hat Spuren hinterlassen.

DAS HANDWERK07

VOM BAND ZUR DAW

DIE WERKZEUGE JEDER ÄRA.

Bandmaschinen, große Mischpulte, Schnitte mit der Klinge und geklebte Bänder. Dann MPCs, Beatmaking-Maschinen, Native Instruments, Cubase, Logic Pro und Ableton Live.

HEUTE08

SOWOHL ALS AUCH

IMMER AUF DEM STAND DER ZEIT.

Über sechzig und noch immer neugierig. Wir arbeiten auf dem aktuellen Stand der Technik und nutzen die Werkzeuge, die uns das Leben in die Hand gibt. Nie ein Entweder-oder.

NACH CORONA09

ZURÜCK AUF DIE TANZFLÄCHE

FÜHLEN STATT FILMEN.

Zwischen Smartphone, Second Screen und den stillen Jahren der Pandemie ging verloren, was auf einer Tanzfläche passiert. Es zurückzubringen, ist einer der größten Wünsche hinter diesem Label.

DIE ABSICHT010

KEINE MASCHINE

EINE GEMEINSCHAFT, KEIN GESCHÄFT.

Kein Profit, keine Weltkarriere. Nur der Wunsch, ein Leben in Musik zu gießen und Menschen zu finden, die beim Hören dasselbe spüren: die Facette des Glücks, die Musik schenkt, und die Bewegung, die einen berührt.

IMMER011

DIE GESCHICHTEN

GEFÜHLT, NICHT UNBEDINGT ERLEBT.

In jedem Künstler steckt ein Stück aus dem eigenen Leben. Nicht alles ist genau so passiert. Aber so sieht er die Welt.

DIE ENTWICKLUNG DES SOUNDS

DIE FORMATE ÄNDERTEN SICH.
DIE WERKZEUGE AUCH.

Drei Entwicklungen haben diese musikalische Autobiografie geprägt: wie Musik veröffentlicht und gehört wurde, wie DJs sie auf der Tanzfläche zum Leben erweckten und wie Produzenten sie im Studio machten. Medien und Geräte haben sich ständig verändert, Neugier und musikalisches Urteil sind mitgewachsen.

SEITE A / DER HÖRER

VOM PLATTENLADEN ZU ÜBERALL.

01 / DIE SINGLE · 1970er

7 ZOLL. 45 UMDREHUNGEN. DER ERSTE FUNKE.

Die kleine Single war mehr als eine Platte. Für einen Teenager, der die Bee Gees, The Trammps und Disco entdeckte, war sie die Tür zu einer lebenslangen Beziehung mit Musik.

02 / DER EXTENDED MIX · SPÄTE 1970er – 1980er

12 ZOLL. MEHR RAUM FÜR DEN GROOVE.

Die Maxi-Single wurde zum prägenden Format für Disco-DJs und die House-Kultur: lange Mixe, längere Intros, mehr Bass und Raum für die Tanzfläche. Manche liefen mit 45, andere mit 33⅓ Umdrehungen.

03 / DIE DIGITALE SCHEIBE · 1980er – 1990er

DIE CD VERÄNDERTE DAS HÖREN.

Die Compact Disc veränderte, wie Musik gesammelt, entdeckt und gehört wurde, während auch die Studiotechnik ins digitale Zeitalter ging.

04 / MUSIK ÜBERALL · 2000er – HEUTE

DATEIEN. DOWNLOADS. STREAMING.

Musik wanderte vom Regal auf die Festplatte und dann auf Plattformen und in Playlists. Der Zugang hat sich radikal verändert, die Suche nach dem Track, den man immer wieder hören will, nicht.

SEITE B / DAS STUDIO

VON DER SCHNITTKLINGE ZUM CURSOR.

01 / KÖRPERLICHER SOUND · DIE ANALOGE ÄRA

MISCHPULTE, MEHRSPURBAND UND DIE SCHNITTKLINGE.

Aufnahmen drehten sich einst um große Pulte, Outboard-Geräte und Magnetband. Schneiden hieß manchmal, das Band wirklich zu zerschneiden und zu kleben. Das ist Teil der Produktionsgeschichte hinter der Musik, mit der er aufgewachsen ist.

02 / NEUE PRÄZISION · DER DIGITALE WANDEL

VOM BAND ZUR DIGITALEN MEHRSPUR.

Digitale Aufnahme und verlustfreie Bearbeitung veränderten, wie Produzenten arrangieren, überarbeiten und experimentieren konnten. Sound wanderte immer mehr von physischen Medien in digitale Abläufe.

03 / DAS STUDIO AUF DEM BILDSCHIRM · DIE DAW-ÄRA

ABLETON LIVE. LOGIC PRO. KREATIVE FREIHEIT.

Computerbasierte Werkzeuge holten Arrangement, Schnitt, Sounddesign und Mischung in immer flexiblere digitale Arbeitsräume. Musikalische Ideen kamen mit weniger technischen Hürden weiter.

04 / DER STAND DER TECHNIK · HEUTE

NEUE WERKZEUGE. DAS GEHÖR VON IMMER.

Neue Werkzeuge kommen, bewährte bleiben. Es war nie ein Entweder-oder, immer ein Sowohl-als-auch. Erfahrung, Auswahl und Geschmack entscheiden, was Musik wird.

SEITE C / DAS DJ-PULT

VOM NADELAUFSETZEN
ZU DIGITALEN DECKS.

Vom Cuen der Platte von Hand und dem Spiel mit dem Pitch-Regler bis zur clubfertigen USB-Bibliothek: Das DJ-Pult wurde zu einem mächtigen kreativen Instrument. Die Kunst blieb dieselbe: die richtige Platte wählen, den Übergang finden und den Raum verstehen.

01 / DAS VINYL-PULT · 1970er

ZWEI PLATTENSPIELER. EINE TANZFLÄCHE.

Das DJ-Pult war körperlich: Singles, Maxis, Plattenspieler, Kopfhörer und ein Mixer. Cuen, Timing und Übergänge entstanden mit Gehör und Händen.

02 / DER CLUB-STANDARD · 1979 → 1990er

TECHNICS SL-1200MK2 / SL-1210MK2.

Der 1979 vorgestellte MK2 mit Direktantrieb und Pitch-Regler prägte die Arbeit am Vinyl-Pult. In den Achtzigern und Neunzigern wurden die Technics zu bleibenden Ikonen von Disco, House und Hip-Hop.

03 / DER CDJ KOMMT · 1994 → 2000er

VOM VINYL ZUM CD-PLAYER.

Pioneer stellte 1994 den CDJ-500 vor. Spätere Player wie der CDJ-1000 brachten vinylähnliche Techniken an das CD-Pult, während Platten und CDs nebeneinander bestanden.

04 / DIE DIGITALE BIBLIOTHEK · 2000er → 2010er

MP3. USB. REKORDBOX.

Digitale Audiodateien, CDJs mit USB und der Ablauf mit CDJ-2000 und rekordbox ab 2009 veränderten, wie DJs ihre Musik tragen, ordnen und vorbereiten. Die Plattentasche wurde zur digitalen Bibliothek.

05 / DAS VERNETZTE PULT · HEUTE

CONTROLLER. SOFTWARE. NEUE FREIHEIT.

Heute bieten Club-Player, Laptops, Controller und DJ-Software flexible Wege zu performen, zu remixen und eine musikalische Reise zu bauen. Die Technik hat sich verändert, Auswahl, Rhythmus und die Verbindung zum Publikum bleiben entscheidend.

Ein halbes Jahrhundert Platten, Tanzflächen, DJ-Pulte und Studios. Ein Leben voller wachsendem musikalischen Verständnis. Die Technik entwickelt sich weiter. Das Gehör hinter der Musik wächst mit.

DREI KÜNSTLER. DREI KAPITEL EINES MUSIKALISCHEN LEBENS.

DREI SOUNDS.
EIN ROTER FADEN.

DIE KREATIVE HALTUNG

“Musik schenkt eine ganz eigene Facette des Glücks: den Moment, in dem der Groove einsetzt und die Gedanken leiser werden. Wenn nur ein Mensch da draußen das beim Hören fühlt, hat sich jeder Song gelohnt.”

Die Künstler von Pocket Funk Collective sind virtuelle Figuren mit eigenen Welten. Sie behaupten keine Live-Auftritte und keine Zusammenarbeit mit den Musikern, die hier als Einflüsse genannt werden.